Im Schatten der Drachenkönigin

Majetag, 24. Reapember 351 AC

Miros Aufbruch

Reisetag 5Station 2 von 6

Das Versprechen am Waldrand

Lange vor seinem Aufbruch war Miro schwer verletzt am Rand eines Waldes liegen geblieben. Dort hatte ihn eine fremde Frau gefunden. Sie hatte ihm angeboten, ihm eine Kraft zu verleihen, mit der er seine Wunden selbst heilen konnte.

Ihr Angebot war jedoch an eine Bedingung geknüpft. Miro sollte mit dieser Kraft nicht nur sich selbst helfen. Er sollte auch jene beschützen, die in seinen Augen keinen Schutz verdienten.

Ob er allein aus seiner Not heraus zugestimmt hatte oder ob ihn etwas anderes zu diesem Versprechen bewogen hatte, wusste vielleicht nur Miro selbst. Seit jener Begegnung verfügte der Kender über ungewöhnliche magische Kräfte. Zugleich blieb die Sorge, die fremde Frau könne sie ihm eines Tages wieder nehmen, wenn er ihrem Anspruch nicht gerecht wurde.

Ein Leben zwischen zwei Wegen

Miro lebte gemeinsam mit seinen Eltern in einem einfachen Holzhaus. Obwohl seine Kräfte nicht aus der traditionellen Ausbildung eines Magiers stammten, wollte er nicht als Renegat gelten. Deshalb hatte er erwogen, sich einem der Orden der Hochzauberei anzuschließen. Der erste Teil seiner Prüfung stand bereits kurz bevor.

Die Nachricht aus Vogler

Als Miro zu Hause war, kam seine Mutter mit einem Brief durch die Tür. Das Schreiben berichtete vom Tod seines alten Freundes Ispin Grünschild und lud ihn zu dessen Trauerfeier nach Vogler ein. Der Brief an Miro enthielt außerdem eine letzte persönliche Nachricht Ispins.

Miro las den Brief und entschied sich schon bald zum Aufbruch. Er wollte nach Vogler reisen, um Ispin die letzte Ehre zu erweisen. Auf dem Weg dorthin würde er zugleich den ersten Teil seiner Prüfung der Hochzauberei ablegen.

Quelle: content/events/004-miro.md